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Über Peaches
Peaches war nie eine, die es einfach machen wollte. Die kanadische Künstlerin – bürgerlich Merrill Beth Nisker – kam Ende der 1990er Jahre aus dem Noise- und Performance-Art-Untergrund und prägte damit eine Ästhetik, die Electroclash heißt, weil die etablierte Musikindustrie für diese Mischung aus provozierendem Body-Politicking und maximaler elektronischer Verdichtung zunächst schlicht keine Kategorie hatte. Mit Alben wie „The Teaches of Peaches" (2000) und „Fatherfucker" (2003) baute sie sich ein Werk aus klirrendem Lo-Fi-Synthpop, expliziten Texten und einer unerschütterlichen künstlerischen Überzeugung, die bis heute wirkt. Songs wie „Fuck the Pain Away" wurden zu Anthems einer Generation, die sich bewusst gegen Glattheit und Kommerz auflehnte – und waren trotzdem unüberhörbar. Was Peaches' Werk bis heute faszinierend macht, ist die Verweigerung jeder Separation von Inhalt und Form. Ihre Musik klingt absichtlich roh, manchmal auch abstoßend, weil das zum Konzept gehört. Sie arbeitete mit Produzenten wie Gonzales und nutzte digitale Werkzeuge nicht zur Hochglanzästhetik, sondern um etwas grundlegend Unbequemes zu schaffen. „Rub" (2000), „Dildo" (2000) – die Songtitel sind Programm. Dabei war sie nie bloß provokativ um der Provokation willen, sondern hat sich in ihren Performances und Texten konsequent mit Geschlecht, Sexualität und weiblicher Körperlichkeit auseinandergesetzt, lange bevor diese Themen im Mainstream ankamen. Im Laufe der 2010er-Jahre moderierte sie zudem die renommierte Radio-Show „Peaches Christ" und blieb damit Teil der kulturellen Konversation. Live ist Peaches ein anderes Tier als auf der Platte. Hier kombiniert sie die raue elektronische Energie ihrer Tracks mit unmittelbarer Performance-Art: Körper, Projection Mapping, reduzierte Setups, maximale Intensität. Es ist kein Tanzabend mit DJ-Nervenkitzel, sondern eine Konfrontation, eine Auseinandersetzung zwischen Künstlerin und Publikum, bei der die Zuschauer Teil des Werks werden. An einem Dienstagabend im Astra in Berlin, in einem Klub, der selbst eine Geschichte des Experimentellen mit sich trägt, könnte diese Peaches Berlin-Session zu einem dieser seltenen Momente werden, in denen elektronische Musik wieder das ist, was sie einmal war: eine Form des Widerstands. Das Astra mit seiner dunklen, dichten Atmosphäre ist der richtige Ort für solche Begegnungen. Peaches ist seit Jahren weniger auf Tour zu sehen, weshalb die Nachricht eines Auftritts am 5. Mai 2026 unter Fans Aufmerksamkeit erzeugt hat. Die offiziellen Tickets sind vergriffen – über den Sekundärmarkt gibt es noch Chancen.
Häufige Fragen
Sind noch Tickets für Peaches in Berlin verfügbar?
Das Konzert von Peaches in Berlin ist offiziell ausverkauft. Über den Zweitmarkt auf Viagogo können Fans ihre Tickets weiterverkaufen – dort sind häufig noch Restkarten verfügbar.
Wann und wo findet das Peaches Konzert statt?
Peaches spielt am Dienstag, 5. Mai 2026 im Astra in Berlin.
Warum ist das Peaches Konzert in Berlin ausverkauft?
Peaches gehört zu den gefragtesten Acts im Indie-Bereich und zieht tausende Fans an.
